Sie sind hier: home// Maßnahmen// Optimierung von Beweidungsinfrastrukturen

Sie sind im Bereich Maßnahmen

Optimierung von Beweidungsinfrastrukturen

Wasserversorgung

Tränkwagen Foto: Wolfgang Wagner
Tränkwagen Foto: Wolfgang Wagner

Häufig stellt die Wasserversorgung der Schafherden auf den Magerrasen ein Problem dar. Durch den Rückgang der Schäfereien pflegen immer weniger Betriebe die Flächen. Die Entfernungen zwischen Betriebssitz und den Weidestandorten werden immer größer. Die Herden müssen aus Gründen des Tierschutzes immer mit Wasser versorgt sein. Die Schäfer müssen um die Versorgung sicher zu stellen teilweise große Entfernungen mit Wasserfässern bzw. Tankwagen zurücklegen.

Das LIFE+ Projekt versucht durch eine Verbesserung der Wasserversorgung auf den Magerrasen diese Problematik zu entschärfen. So wird durch den Kauf von Standrohren und den Bau von Wasserleitungen die Wasserversorgung von Herden unterstützt.

Zäune (Schafnetze, feste Zäune)

Weidezaun
Weidezaun im Teilgebiet 21m Lochberg Foto: Wolfgang Wagner
Weidezaunstellen
Weidezaunstellen im FFH-Gebiet 4 Wacholderheide und Streuobstwiese bei Hoch-Weisel Foto: Christian Sperling

Schafnetze

Der Kauf von Elektronetzen zum Einkoppeln von Schafherden wird über das LIFE+-Projekt für die Gebietsbeweider abgewickelt. Die Betriebe benötigen bei Koppelbeweidung und für die Nachtpferche bei Hutebeweidung geeignete Elektronetze. Diese gehen bei den besonders schwierig einzuzäunenden Flächen mit vielen Unebenheiten, Gehölzen und Steinen regelmäßig kaputt.

Durch den Kauf von Netzen, die den Beweidern zur Verfügung gestellt werden, versucht das Projekt die Betriebe wirtschaftlich zu entlasten und die Beweidung zu verbessern. Die Verteilung der Netze erfolgt nach verschiedenen Kriterien (Betriebsgröße, Anteil der beweideten Fläche im Projektgebiet, etc.).

Feste Zäune zum Schutz der Schafe Foto: Wolfgang Wagner
Feste Zäune zum Schutz der Schafe Foto: Wolfgang Wagner

Feste Zäune

Der Bau von Zäunen kann in einigen Gebieten die Hütesicherheit erhöhen und die Beweidung für die Schäfer enorm vereinfachen. Es ist geplant, entlang von Straßen und an Abbruchkanten von Steinbrüchen Zäune über das LIFE+-Projekt zu errichten.

Obstbaumschutz

Schutz der neu gepflanzten Obstbäume vor Verbiss
Schutz der neu gepflanzten Obstbäume vor Verbiss Foto: Christian Sperling

Bestimmte Schafsrassen und vor allem Ziegen lieben es, die Rinde von Bäumen zu fressen. Daher stehen die Schäfer vor dem Problem, dass nach dem Abschälen der Obstbaumrinde die Bäume absterben. Die Verantwortung, die Bäume zu schützen, liegt beim Schäfer. Er muss auch für mögliche Schäden aufkommen.

Die Schäfer befolgen zumeist althergebrachte Rezepte zum Schutz der Bäume: so werden Obstbaumflächen bei Regenwetter gemieden (bei Regen gehen die Schafe besonders gerne an die Bäume) oder die Baumrinde mit Schafskot eingerieben (dann verschonen sie die Bäume). Die Zunahme der Koppelhaltung verschärft das Problem jedoch.

Im LIFE+-Projekt werden Korsetts aus Metall für Obstbäume angeschafft, damit die Arbeit der Schäfer vereinfacht wird und obstbaumbestandene Magerrasen auch weiterhin gut beweidet werden können.

Nach oben

Ein hessisches Life+ Projekt


Online: http://www.wetterauer-hutungen.de/de/massnahmen/optimierung-von-beweidungsinfrastrukturen/
Datum: 23.05.2018
© 2018 Life+ Projekt Wetterauer Hutungen – Alle Rechte vorbehalten.