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Gefährdungen

Die Hauptgefährdung der Magerrasen des Projektgebietes resultiert aus der unzureichenden Nutzung. Der geringe Futterwert der nährstoffarmen Flächen macht ihre Bewirtschaftung unattraktiv, aufgrund der erschwerten agrarwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gibt es weniger Schäfereien. Die Magerrasen verändern sich auf Grund des Wegfallens der traditionellen biotopprägenden Nutzung und Pflege:

Ausgangssituation und Konsequenzen sind folgende:

  • Die schwierige ökonomische Situation der Schäfer, führt zu Nutungsaufgabe und Unternutzung bei vielen Flächen. Dadurch verfilzt und vergrast die Vegetation, Lückenpioniere können sich ansiedeln, die niedrigwüchsigen Gräser und Kräuter werden beschattet und verschwinden, dies führt zu massiven Artenverlusten.
  • Im Folgenden können sich Gehölze ansiedeln, die Magerrasen verbuschen zunehmend. Typische spezialisierte Magerrasenarten gehen zurück, häufige Arten mit einer breiten ökologischen Amplitude wandern ein.
  • Durch den Rückgang an beweidbaren zusammenhängender Flächen zersplittern die Weiden in unwirtschaftliche Einheiten. Für die heute häufige, da ökonomischere Koppelhaltung sind die Flächen kaum noch nutzbar.
  • Durch die Verinselung der Flächen fehlt der ökologische Austausch, die Isolation der Flächen beginnt.

Dies hängt auch mit folgenden oft auftretenden Problemen zusammen:

  • unzureichende Vermarktung einheimischer Schafprodukte
  • Konflikt hinsichtlich der Nutzung der Flächen zwischen Jagd und Beweidung
  • Aufkommen von Neophyten, Gehölz- und Grasschnitt­ablagerungen sowie Müll auf den Magerrasen
  • Aufforstung von Nadelholzriegeln, Pflanzung von Gehölzen
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Ein hessisches Life+ Projekt


Online: http://www.wetterauer-hutungen.de/de/projekt/gefaehrdungen/
Datum: 26.05.2018
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