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Situation der Schäfereien

Schäfer des Projektgebietes

Durch den Preisdruck von Importen aus Übersee erhalten die Schäfer keine kostendeckenden Erträge aus ihrer eigentlichen Arbeit – der Produktion von Fleisch und Wolle. Wie alle landwirtschaftlichen Sparten sind die Schäfereien auf EU-, Bundes- und Landesmittel aus den Agrarhaushalten angewiesen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Eine besondere Rolle spielen hier Zahlungen aus Agrarumwelt- und Naturschutzförderprogrammen, die der besonderen Bedeutung der Schäfer für unsere Landschaft Rechnung tragen möchten.

Trotz dieser Augleichszahlungen erleben viele unserer heimischen Schäfereien wirtschaftlich schwere Zeiten, da Erlöse aus Vermarktung und Agrarförderung die hohen Kosten für Winter-Futtermittel, Pacht und Investitionen kaum decken. Die hohen Arbeitsbelastungen in der Viehhaltung ohne Wochenendfreizeiten und Urlaub tragen ihr Übriges dazu bei, dass die Zahl der Schäfereien und Schafe in unserer Region seit Jahren rückläufig ist.

Das LIFE-Projekt will dazu beitragen, dass die wichtige Arbeit der Schäfer wieder in Wert gesetzt wird. Die Zusammenarbeit der Schäfer untereinander und mit den Behörden soll verbessert werden, um den großen Herausforderungen zu begegnen. Ein Schritt ist die Bildung der „Schäfer-Vordenker-Gruppe“, die den Kontakt des Projektes zum Berufsstand erhalten soll. Sechs Betriebe aller Sparten - Vollerwerb, Nebenerwerb und Hobby – beraten unter externer Moderation in der Vordenkergruppe die Maßnahmen des Projektes und versuchen möglichst viel für die Schäfereien im Projektzeitraum zu erreichen. Investitionen für eine bessere Beweidung der LIFE+-Flächen, Schulungen und Exkursionen für die Schäfer sollen zur Verbesserung der Situation der Schäfereien im Projektgebiet beitragen. Die Einstellung eines Schäferlehrlings bei der Stadt Hungen durch LIFE+-Finanzierung trägt ebenfalls zur Sicherung des Berufsstandes bei. Der Wetterauer Lamm- und Landgenuss erfreut sich seit 2009 großer Beliebtheit bei den Restaurantbesuchern und verbessert die Zusammenarbeit zwischen Schäfern, Metzgern und Köchen, sodass die regionale Vermarktung der Lämmer in den Vordergrund rückt.

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Ein hessisches Life+ Projekt


Online: http://www.wetterauer-hutungen.de/de/schaefer/situation-der-schaefereien/
Datum: 20.09.2017
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